24 November 2013

Kommentarverluste - ein Rückblick

Hallo ihr Lieben,

wie versprochen wollte ich mich um eine Zusammenfassung unserer gemeinsamen Diskussion in Sachen "Kommentarverluste?!" bemühen. Schaut *hier* noch einmal rein, wenn ihr es verpasst habt.
An dieser Stelle möchte ich euch ersteinmal wahnsinnig herzlich danken. Unglaublich viele von euch haben sich zu Wort gemeldet und ihre Meinung geteilt. Ich war sehr begeistert, habe den Post teilweise minütlich aktualisiert und jedes eurer Kommentare mit Begeisterung gelesen.

Viele Aspekte kamen während der Diskussion auf - einige davon hatte ich selbst so nie in Betracht gezogen, aber sie haben mir sehr geholfen. Es gibt schlussendlich eine Erkenntnis: nämlich, dass viele von euch, und eben keineswegs nur ich, einen stetigen Rückgang der Leserkommentare bemerken.
Die Ursachen hingegen sehen die meisten in ganz verschiedenen Entwicklungen. Es bleibt also das Fazit, dass es viele verschiedene Dinge sind, die dazu führen, dass Blogger sich mit weniger feedback begnügen müssen als vielleicht vor 1-2 Jahren. Das Ganze ist komplexer als gedacht.

Ich möchte einen Überblick über die meistgenannten Punkte geben und einige von euren Ansichten teilen. Ich hoffe meine Zusammenfassung bereichert auch euch. (die zitierten Kommentare sind in der Regel Ausschnitte. Bitte lest die vollständigen Meinungen der jeweiligen Personen unter dem Diskussionsbeitrag nach, wenn es euch interessiert.)

Auffällig war ersteinmal, dass viele auch private Gewohnheiten nannten, die dazu führen, dass sie hier und da nicht kommentieren. Zu wenig Zeit oder aber das Gefühl, dass ein simples "das finde ich sehr hübsch" zu einem AMU oder Nailart nicht genug Mehrwert hat, damit es wirklich einen lohnenswerten Kommentar darstellt.
Auch solche Aussagen finde ich spannend, betrachte das Kommentarverhalten des Einzelnen jedoch nicht unbedingt als Ursache, für das Problem, dem wir auf den Grund gehen wollten.
Gehen wir nämlich davon aus, dass jeder von euch es schon immer so gehalten hat und nicht erst seit einigen Monaten diese Gewohnheiten pflegt, dann habt ihr früher auch nicht mehr kommentiert als heute. Es gäbe also keine Veränderung. Da es sie aber scheinbar gibt, muss es eine Vielzahl von Leuten geben, die dies, im Vergleich zu früher, heute anders halten.
Wir haben also etwas tiefer in der Materie geforscht. 
Ein Punkt den in mit am spannendsten fand: 

 Blogs als Onlinemagazine

Die Veränderung des Leserverhaltens geht also in erster Linie auf die Veränderung von Blogs zurück? Was ist ein Blog heute für den modernen Internetnutzer? Unterscheidet man noch zwischen Onlinemagazinen, bei welchen ja auch nur Information eingeholt werden und Blogs, die hingegen ja gern mal zum Austausch einladen oder zählen nur Bilder und Textinhalt und der Austausch verlagert sich auf Foren und social networks?
Haben sich Beautyblogs so professionalisiert, dass der Unterschied zu Firmen- und Onlinejournalen verschwimmt?
Ihr habt Folgendes dazu zu sagen gehabt:

da_lindchen brachte diesen Gedanken sehr früh in die Diskussion:
"Vielleicht liegt es daran, das Blogs inzwischen eher als normale Websites angesehen werden anstatt als Plattform zum Austausch. Bei redaktionellen Online Magazinen kommentiert man ja schließlich auch nicht. Gerade die neueren Blog Leser kennen die alte Diskussionsmanier und den Wunsch nach persönlichem Feedback vielleicht gar nicht? 

Danke auch an ein anonymes Kommentar: 
"Ich lese viele Blogs, kommentiere aber kaum bis gar nicht mehr....warum ? Vielleicht weil die "Bloggerszene" professioneller geworden ist und ich Zeitschriften z.B. auch keine Leserbriefe schreibe....früher fande ich die Blogs wesentlich persönlicher, experimentierfreudiger, spannender, unabhängiger etc...da habe ich deutlich mehr kommentiert. Inzwischen ist es mehr ein Einheitsbrei geworden....die Unterschiede zwischen den Blogs sind kleiner geworden und für mich ist es inzwischen genauso als ob ich eine Zeitschrift lese."

ratternderuby meinte:
"Grundsätzlich denke ich aber auch, dass viele Leser Blogs, insbesondere natürlich Beatuyblogs, eher als eine Art "Serviceleistung" empfinden, die ihnen beispielsweise Produktreviews, Swatches oder Schminktipps serviert (und so ist es ja oft auch aufgebaut), aber eben wie jemand anders ja schon erwähnt hat nicht wirklich interaktiv und Diskussionsgrundlage sind. Man ist vielleicht auf der Suche nach einer dieser Serviceleistungen, wie auf anderen Webseiten auch, findet und "konsumiert" sie und geht wieder."

 
Auch shades-of-fashion schrieb:  
"Ich denke, dass der Google Nutzer, welcher viele Zugriffe bringt, einfach nicht kommentiert, weil es a) nicht aktiv Blogs verfolgt und b) den Blog als Informationspunkt ansieht. Man kommentiert ja auch nicht bei Shops oder Nachrichtenseiten. Der Leser sieht den Blog nicht als Kontaktpunkt verschiedener User zum Austausch, sondern als reinen Infopunkt. Er ließt, verarbeitet die Infos und geht wieder. Eine Kommunikation bleibt aus."

Ich selbst bin auch der Meinung, dass man den gemeinen Suchmaschinennutzer, von den regelmäßigen Bloglesern unterscheiden muss. Ein Otto-Normalverbraucher, der nur schnell etwas nachlesen will, 'ergoogelt' sich seine Informationen innerhalb weniger Sekunden - die Art der Plattform auf der er dabei landet spielt wenig Rolle. Die meisten erkennen spontan sicher nicht, ob es sich hier um ein Onlinemagazin oder einen privaten Blog handelt, besonders auch deswegen, weil es für die jeweilige Informationsaufnahme gar keine Rolle spielt.
Jedoch darf man auch nicht vergessen, dass diese 'Googler' ja in der Regel auch keine regelmäßigen Leser werden. Sie machen einen hohen Anteil der Klicks, also Seitenaufrufe aus, aber sie sind nicht jene, von denen wir gewöhnlich unsere Kommentare bekommen oder erwarten. Wenn man aber dennoch früher mehr Kommis bekam, die heute ausbleiben, sind es also auch regelmäßige Blogleser, die ihr Verhalten änderten. Es zählen also sicher noch weitere Punkte:

Übersättigung

Ein ganz großes Thema, welches ich ja bereits selbst in meinem Diskussionspost aufwarf - die Masse an Beautyblogs und die Informationsflut, die damit verbunden ist.
Unsere Community ist gewachsen oder falsch - sie ist explodiert!
Einen Blog zu führen ist ein gängiges Hobby geworden und jedes Jahr entstehen tausende neuer, privater derartiger Websiten. Der Leser hat die Wahl und wahlweise irgendwann nur noch Qual. Wer mehr Blogs verfolgt, muss großzügiger bei den zu-lesenden Posts aussortieren, wenn man Übersicht wahren und Zeit einsparen will.
Leidet die Kommentarzahl des einzelnen Bloggers also darunter, dass sich die gleiche Anzahl an Kommentaren auf immer mehr Blogs verteilt?!

Ein weiterer Punkt, der dort mit hineinspielt ist das ständige Wiederholen einiger Themen. Wer viele Beautyblogs verfolgt, findet häufig ähnliche Inhalte unter seinen liebsten Blogs.
Seien es aktuelle Previews zu kommenden Kollektionen, die nächste Sleekpalette, die dann jeder hat und jeder separat genau vorstellen muss oder aber einfach die Tatsache, dass PR-Samples für Blogger mittlerweile normal sind. Firmen versenden an 20 oder 50 Blogger die gleichen Produkte. Da ist es wenig verwunderlich, wenn die Blogtimeline des Lesers dann mal 1-2 Wochen mit den gleichen Artikeln zugespamt wird - ein Interessenskiller:

Dazu sagte A Pretty Dream:
"Da wir damit aber scheinbar nicht alleine sind, sondern dieses auch auf einigen anderen Blogs der Fall ist, denke ich mittlerweile, dass an der Theorie, dass es mittlerweile einfach so viele Blogs gibt die Kommentare sich anders verteilen und jeder im großen und ganzen weniger Feedback bekommt."

 Himbeere gab folgende Meinung ab:
"Ich habe überlegt was Gründe dafür sind warum ich oft nicht soviel schreibe. Themen in Blogs die sich ÜBERALL wiederholen. Zum Beispiel LE Vorstellungen. Sorry aber ich finds einfach nur sowas von langweilig wenn 30 Blogs den selben Post haben.
AMU und Nagellackvorstellungen kommentiere ich auch überhaupt nicht. Mag an der Vielzahl dieser Dinge liegen. Ich glaube dies wird vielen auch einfach zu langweilig."

Lena Schnittker gab an:
"Ein richtiger Grund will mir dafür aber auch nicht einfallen, ich kann mir nur vorstellen, dass es wirklich mit der teils großen Anzahl an Blogs zusammen hängt, die so mancher verfolgt. Vielleicht werden es immer mehr und bei den einzelnen kommentieren die Leser dann immer weniger?"

netzbaendsche fand folgende Worte:
"gerade da kosmetikfirmen so viele probierpakete an blogger schicken, die diese dann reviewen, nutze ich diese beiträge nur noch als reine onlineplattform. 20 leute schreiben über dieselben produkte, meistens lese ich sie schon gar nicht mehr. und bei so vielen produktvorstellungen fehlt mir mittlerweile auch die lust dazu. bei persönlicheren themen kommentiere ich wesentlich häufiger."

und miss_jenny_g meinte:
"Dann ist ein recht großer Punkt, dass ich keine Lust habe den 10.Post hintereinander mit einem gesponserten Produkt zu lesen. Klar freu ich mich auch, wenn ich mal was testen darf und mir was vielleicht auch aussuchen darf...aber ich kann doch meinen Lesern nicht nur solche Dinger hinwerfen.. Wo bleibt da was meinen Blog ausmacht... nämlich ICH und meine Meinung. Denn meistens würden diejenigen den Kram nicht von sich aus kaufen, aber da es schon mal da ist schreib ich was drüber.. Da lese ich meistens erst gar nicht den Post, wenn ich schon merke, dass es wieder ein PR-Sample ist. Soll wie gesagt nicht heißen, dass ich nicht auch mal sowas lese, aber nicht wenn der ganze Blog daraus besteht.. und wenn ich es nicht lese..ja dann kommentiere ich natürlich auch nicht."
  
und schließlich sagte auch miss insane:
"Ich denke aber auch, dass es damit zusammenhängt, dass die Leute heutzutage einfach viel mehr Blogs verfolgen. Als wir damals angefangen haben, war die Mode "Blog" erst gerade im Kommen und noch nicht so verbreitet. Es war was neues und aufregendes -heute ist es einfach nur noch normal. Mittlerweile hat ja fast jeder einen Blog, was die Auswahl hinterher natürlich umso schwerer macht."

Ich verstehe beide Aspekte. Vermutlich spielt auch der erste Punkt, nämlich das Blogger an Professionalität zulegen, in den 2. hinein. Firmen werden auf gut organisierte und hübsch-aufgebaute Seiten eher aufmerksam, der Blogger erhält so mehr Samples (die für Firmen eine günstige Werbemöglichkeit sind), der Blogger wiederum stellt den Anspruch an sich selbst seine Website seriös und übersichtlich zu gestalten, um diesen gerecht zu werden, was wiederum dafür sorgt, dass sich seine Seite kaum noch von Onlinemagazinen unterscheidet. Ich präsentiere - den Teufelskreis.
Wobei ich auch immer hoffe, dass der Leser nicht irgendwann aus 'Verbitterung' zu sehr pauschalisiert. Ein Blogger ist und bleibt mehr als nur die Produkte die er zugeschickt bekommt. Jeder von uns lässt seine persönliche Note in seine Berichte einfließen - manche mehr, manche weniger professionell. Es ist am Leser, herauszufiltern, was er glaubwürdig findet und was nicht, wie es in jedem anderen Lebensbereich eben auch ist. 

Was die Übersättigung, aufgrund der Masse an Blogs, anbelangt, so ist und bleibt dies wohl eine Unvermeidlichkeit, die auch gewiss etwas 'abturnt'. Ich selbst verfolge extrem viele Blogs und filtere daher sehr stark, bevor ich kommentiere. Bleibt nur zu hoffen, dass man als Leser nicht gänzlich vergisst, dass sich dennoch jeder einzelne Blogger über ein weiteres Kommentar freut, selbst wenn die Masse an Beiträgen in der persönlichen timeline ersteinmal erschlagend wirkt.
 
moderne Lesemethoden

Wie spannend ist das denn?! Mit keiner Faser habe ich daran gedacht - das mobile Surfen gilt natürlich auch fürs Bloglesen! Ich habe dies nicht wahrgenommen, da ich es selbst nicht betreibe. Ich nutze mein Smartphone für viele Dinge, aber nicht fürs Bloglesen, das mache ich ausschließlich am Notebook. Doch ihr habt mir schnell gezeigt, wie der moderne Leser seine favorisierten Blogs heute aufsucht und dass damit auch gewisse Probleme verbunden sind, die euch vom Kommentieren abhalten: 

Sabine schrieb:
"Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, das ich selbst nicht soviel kommentiere. Meist lese ich Artikel über den Feedreader auf meinem Handy und da erweist sich das kommentieren echt als nervig. Wenn ich dann am PC sitze bin ich mit meinem Blog beschäftigt und lese keine anderen (oder zumindest nur ganz selten)."

  lunaire~ sagt dazu:
"manchmal hab ich auch schlicht einfach nichts zu sagen, keine meinung zu einem thema. oftmals lese ich blogs/ beiträge auch gar nicht am laptop sondern unterwegs mit dem handy. wenn ich im zug sitze, in der küche beim abendbrot oder im bett vorm schlafen gehen. und so sehr ich mein olles htc auch mag, aber kommentieren mit dem ding ist mir einfach zu stressig."

auch Carmen geht es ähnlich:
"Ich habe noch nie viel kommentiert, weil ich als zweifache Mama und wenig-Schminkerin die Blogs zwar gerne lese, aber doch nicht so richtig "dazu gehöre".
Warum ich jetzt fast gar nichts mehr dazu schreibe:
vom Handy aus kommentieren ist für mich trotz swype sehr mühsam. Früher war ich nur am PC online, da tippe es sich wesentlich schneller."
  
 und haya1412 kennt das Problem ebenso:
"Ich muss aber gestehen, dass ich selbst auch weniger Kommentare schreibe. Das liegt vorallem daran, dass ich so gut wie nur noch mit dem Handy online bin, und das kriegt es, warum auch immer, einfach nicht hin meine Kommentare zu Posten." 

Halten wir also fest: Das mobile Internet ist noch nicht wirklich gut dafür ausgelegt so schnell und effizient Kommentieren zu können, wie am Rechner.
Da die Masse an mobilen Nutzern steigt (was jeder Blogger wohl an seiner Statistik sehen kann) erklärt sich recht gut, warum manche Kommentare ausbleiben. Es reicht zum Lesen und up-to-date bleiben, aber ein Kommentar wird schnell zur Herausforderung.

Bloggerverhalten

Ein Punkt den ich natürlich nur mit einem weinenden Auge benennen kann - auch Kritik an Bloggern wurde als Kommentarkiller genannt.
Ich bin da natürlich nicht unbedingt unvoreingenommen - blauäugig versuche ich meine Bloggerkolleginnen gern zu verteidigen - bestimmt sind manche Reaktionen überspitzt dargestellt. Manche Leute können sich manchmal nicht geschickt ausdrücken und der Blogger reagiert daraufhin beleidigt, obwohl es vielleicht gar nicht so gemeint war. Kann jemand auf ein angeblich-nur-konstruktives Kommentar wirklich gleich bissig und dreist reagieren oder herrscht einfach schnell Unstimmigkeit aufgrund der fehlenden Mimik und Gestik im Netz?

Nachdem nun aber mehrere von euch solche Beispiele nannten, dürfen diese Punkte hier nicht fehlen: Blogger sind auch gern mal selbst Schuld, wenn Kommentare schwinden:

von anonym kam: 
"Ich glaube wirklich das viele einfach keine Lust mehr haben sich gegenseitig Zucker in den Popo zu pusten. Denn sobald auch nur der minimalste Anflug von eventueller (gut gemeinter) Kritik kommt, oweh. Na das kennste ja selber. Hater, neidisch, kein eigenes Leben, kann einem Leid tun. Und so weiter...Zumindest ist es sehr oft so.
Und da kann ich verstehen das der Mehrheit einfach die Lust dran vergeht." 

Lini meinte dazu:
"Aber ich finde es auch schade, dass einige niemals zurück kommentieren, egal wie oft man dort kommentiert."

anonym sagte:  
"klar, wenn man ein sehr grosser blog ist, kann man nun mal nicht jeden der 50 kommentare beantworten. aber eine antwort auf eine frage, die ich stelle, oder ein danke oder was auch immer, wäre auch für den leser nett. als zeichen, dass der leser "erhört" und geschätzt wird. vor allem, wenn man mehr schreibt als "tolles amu" und auch mal was von seinen erfahrungen etc erzählt. denn so mache ich das oft, da ich die möglichkeit des kommentierens gerne als austausch wahrnehme, und nicht nur als kritik."

in Nyxx' Beitrag sagt sie: 
 "Da tauchen dann eh schon 30 Kommentare auf und auf keinen einzige, Fragen hin oder her, wird von der Bloginhaberin reagiert. Das find ich dann auch schade und da hab ich auch keine Lust, noch was dazu zu schreiben. Da bin ich wirklich nur Zaungast."

und anonym vertrat die Ansicht:
"Ich als Leserin muss sagen, dass mir immer öfter die Lust am Kommentieren fehlt. Gründe hierfür sind, dass ich immer öfter die Erfahrung mache für kritische Kommentare (die jedoch keineswegs angriffslustig oder böse fomruliert sind) wiederum ein negatives Feedback zu bekommen. Wenn man eben nicht zum 100. mal "ooh wie schön, ich liebe deinen Blog" schreibt, sondern evtl auch mal was negativ sieht oder zum Nachdenken/einer Diskussion anregen möchte kommt oft ein negativer Kommentar wie "wenn du hier nicht auch ne Quellenangabe zu deiner Kritik hast solltest dus lieber gleich lassen was dazu zu schreiben" oder "wenn man nichts nettes zu sagen hat, einfach mal den Mund halten". Nicht unbedingt vom Blogger selbst (obwohl das auch) sondern auch oft von anderen Lesern.
Ein anderer Grund ist der, dass die Blogger oftmals einfach nicht auf Kommentare Antworten. Natürlich ist dies vor allem bei großen Blogs zu sehen. Obwohl es eigentlich auch diesem Blogger möglich sein sollte zu Antworten wenn sowieso nur 3 Leute Kommentieren ;-)"

Schade, wenn solche Erfahrungen gemacht werden müssen. Zweifelsohne reagieren viele von uns manchmal nicht richtig. Aber auch hier bleibt zu hoffen, dass man nicht vergisst, dass jeder Blogger ein Individuum bleibt und man seinen Ärger nicht auf die gesamte Bloggerschaft übertragen sollte. :)

der Austausch verlagert sich auf social media

Auch ein Punkt den ich nicht auf dem Schirm hatte: Social Media Plattformen haben in den letzten paar Jahren noch einmal deutlich an Bedeutung gewonnen.
Während facebook uns schon lang begleitet, ist Twitter in den letzten Jahren enorm wichtig geworden und vorallem aber dürfen wir Instagram, Pinterest und co. nicht mehr unterschätzen. Unter Bloggern ist es normal und sogar zum 'must-have' geworden, sich und seine Website auf diesen Plattformen zu etablieren.
Viele von euch sagen nun, dass sich die Bewertungen der Leser und follower von Blogs auf diese Plattformen verlagern.
Mit einem 'Like' und einem Herzchen ist die Meinung zu einem neuen Produkt oder dem nächsten Make-up schnell abgefrühstückt. Wer liest da noch Blogposts (oder macht sich zumindest die Mühe, sie zu kommentieren)?!

Testanella gab zum Besten:
"Ich habe den Eindruck, dass sich vieles in die Sozialen Netzwerke verlagert. Die Leute lesen zwar den Blogartikel, kommentieren dann aber - wenn überhaupt - beispielsweise unter dem dorthin verlinkenden Facebook-Beitrag. Nur mein Eindruck und eine Vermutung..."
 
Ninatuerlich sagte dazu:
"Gerade die überwiegenden Ähnlichkeiten der Posts und Blogs nimmt, meiner Meinung nach, vielen Leser die Motivation ihre Gedanken zu äußern. Wenn mir ein Artikel besonders gut gefällt, ich Erfahrungen beisteuern oder Kritik äußern möchte, kommentiere ich. Finde ich allerdings nur ein AMU schön oder mir gefällt die neueste Lidschattenpalette von Catrice, nicke ich meinem Monitor zu, verteile Herzen bei Instagram oder teile bei Twitter. Ich vermute mal, dass der Reichtum an sozialen Netzwerken und die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Unterstützung das Kommentierverhalten stark verändert haben."

Steffi meinte:
"Kommentare werden vielleicht für nicht mehr so wichtig gehalten, vor allem dann, wenn man nur solch oben erwähnte "Standartantworten" geben würde. Da wird dann möglicherweise lieber 24/7 auf Facebook & Co. gesurft, wo einem scheinbar viel schneller mal eine Bemerkung zu irgendetwas über die Finger flutscht."
                                                                                                           
                      Vali sagte folgendes:
"aber das was du in deinem Blog merkst, merke ich zum Beispiel auf Facebook privat oder instagram.. das Kommentieren braucht sehr wahrscheinlich zu viel Zeit? "gefällt mir" geht schneller und einfacher, und leider wird einfach alles immer schneller und einfacher... Schadê, nicht wahr.."

nailenis Meinung fand ich auch sehr spannend:
"Ich habe mich für meinen Blog extra wieder dafür entschieden, doch nur den Blog als Plattform zu haben. Denn das ist mein Projekt und nicht der passende Facebook-Account dazu oder eben Instagram.
Mir war das ständige hin und her hüpfen auch irgendwann zu aufwendig.
Fazit: Ich finde es auch schade, wenn irgendwas kommt à la "auf Instagram wars ja schon...".


Ich könnte mir auch vorstellen, dass das mehrgleisige die Leser überfordert. Jeder Blog hat zig Social Media Zusätze und wenn man viele liest, und so viele Plattformen angeboten sind... Allerdings ist das vielleicht nur so eine Reizüberflutungsgeschichte, die ich hier vermute. Bei meinem Blog habe ich das nämlich auch festgestellt, dass früher deutlich mehr kommentiert wurde."

Ja, ich muss es gestehen, wenn ich genau darüber nachdenke, bekomme ich zu einem Nageldesign manchmal mehr feedback auf Instagram als auf dem Blog selbst. Vielleicht ist es unabdingbar, dass man sich als Blogger damit abfinden muss, dass man gar nicht weniger Reaktionen erhält, diese aber eben nun eher über solche Plattformen erfolgen.

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Ein Punkt, der noch sehr oft genannt wurde, ist mir persönlich wichtig: "Ich kommentiere nicht, wenn da schon 20 Kommis stehen". Das ist wohl eine weitverbreitete Vorgehensweise, die ich schade finde.
Verdienen also nur Blogger euer Kommentar, die ohnehin weniger Reaktionen bekommen oder ist es gerade andersherum, dass ihr euer Kommentar zu wenig wertschätzt, als dass es bei 20 Kommentaren überhauptnoch eine Rolle spielen würde?
Ich verstehe diesen Punkt vielleicht bei einem AMU oder ähnlichem, wo die meisten nicht wissen, was sie außer "schön" schreiben sollen. Aber prinzipiell?!
Man sollte doch unabhängig von der Menge der vorangegangenen Meinungen entscheiden können, ob ich mich unter diesem Post gern austauschen möchte oder nicht.
Was ist beispielsweise bei Bloggern, die ihre Kommentare moderieren? Da sieht man das 10. Mal noch gar nicht, wie viel feedback schon da ist, weil der Inhaber sie noch nicht freigeschaltet hat. Dort kommentiert ihr dann doch auch, selbst wenn ihr nach der Freischaltung an 30. Stelle steht oder?
Ein Punkt bei dem ich mir wünschen würde, dass man ihn vielleicht noch einmal überdenkt.
Meist steckt man Liebe und Zeit in einen Blogposts, da erscheint es mir deprimierend, wenn nach 20 Kommentaren die Schotten dicht sind, weil die meisten Leser meinen, dass ein Post nicht mehr verdient.

Ohjee - ich bin am Schwitzen. Sicher ist dies der längste Beitrag, den ich bisher verfasste und dennoch habe ich keineswegs alle Punkte genannt, die während der Diskussion aufkamen. Verzeiht, wenn ich nicht jeden von euch als Zitat benennen konnte. Es waren sehr viele, aber jeder hat mir Freude bereitet.
Doch ich glaube wir haben viele Ansätze gefunden, die alle irgendwie zusammenspielen.
Es sind keine Lösungsansätze, denn zu Lösen gibt es hier nichts. Es sind die Leser die hier und auch in Zukunft entscheiden, was ihnen ein Blog wert ist. Blogs als Austauschplattform oder eben nur als Informationsbeschaffung. 
Wir werden uns alle weiterhin bemühen euch zu begeistern, davon bin ich überzeugt und so lange es diejenigen gibt, die Blogs lieben, ob nun als Leser oder selbst als Blogger, wird es auch immer Kommentare geben, selbst wenn es wenige sind.
Lassen wir uns davon nicht demotivieren, denn eine Leidenschaft ist nicht weniger wert, nur weil sie weniger Rückmeldung erhält.

Zum Schluss möchte ich es mir nicht nehmen lassen auch noch diejenigen zu zitieren, die deutlich gemacht haben, was ihnen selbst das feedback als Blogger und Leser bedeutet. Eine Hommage an das Kommentieren:

Sunnivah sagt uns:
"Aus der Sicht der Bloggerin also, die selbst schreibt und erst richtig fühlt, daß jemand gelesen hat, wenn es auch ein geschriebenes Wort eben dieses Lesers gibt, bemühe ich mich, selbst zu kommentieren. Anonyme Leser, die keinen Account haben, wissen oft nicht, daß wir ihre Worte schätzen (habe ich genau so auf meinem Blog erfahren).
Ich aber weiß es, und zeige deswegen so oft es geht meine Wertschätzung. :-)"

Steffi fragt sich:
"Ich bin mal gespannt, wie sich das ganze weiter entwickelt. Blogs sind ja immer ein Medium für den Austausch untereinander geworden und wenn kein Feedback kommt, ist es ein sehr einseitiger Dialog - das demotiviert etwas. Gerade wenn ich mir zB große Mühe mit einem Beitrag gebe und studenlang beschäftigt war, ist es schade, wenn nur 1-2 Leute etwas dazu sagen."

Valerie meint dazu:
"(In letzter Zeit habe ich aber aktiv darauf geachtet, dem Bedürfnis, einen Kommentar zu hinterlassen, auch einfach nachzugeben. Habe bei einer Umfrage oder soetwas [Asche auf mein Haupt, ich weiß es wirklich nicht mehr.] gelesen, wie vielen Bloggern, die ich zum Teil auch schon einige Zeit verfolge, Kommentare etwas bedeuten, auch wenn ich diesen Eindruck zuvor nie gewonnen habe."

Lary stellt fest:
"Ich liebe es Kommentare zu schreiben, weil ich möchte das sich der andere freut, deswegen schreibe ich sie so oft wie möglich. Aber was nun gegen den Trend tun?"

und Maya sagt:
"im allgemeinen finde ich kommentare aber sinnig, auch wenn einmal kritik dabei ist! erst einmal "belohnt" man den blogger ja für seine mühe und zeigt, dass es ein guter oder schlechter beitrag war. der blog funktioniert meiner meinung nach auch am besten, wenn die resonanz grösser und somit die doch recht gesichtslose kommunikation zwischen leser und blogger via kommentar stattfindet."

Ich danke euch für so viel Ausdauer beim Lesen.
Ich hatte so viel Freude während der Diskussion und auch im Nachhinein bei der Auswertung.
Lasst mir gern eure abschließenden Meinungen da. Habt ihr etwas aus der Diskussion mitgenommen? Glaubt ihr, dass der Blogger an sich etwas ändern kann oder dass wir uns mit dieser Entwicklung abfinden müssen? Was sind die wichtigsten Punkte für euch, die diese Entwicklung beeinflussen?
Habt ganz vielen Dank und vielleicht fällt mir ja mal wieder etwas Diskussionswürdiges ein. Alles Liebe,

:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(
55 Meinungen
  1. Uff, da hast du aber schön zusammengefasst :)
    Jetzt muss man ja quasi kommentieren ;)
    Ne, im Ernst, ich finde die dargelegten Punkte sehr interessant, besonders das mobile Surfen [weil es mich ja nun mal auch nicht betrifft] und das Ansehen als statisches Medium wie ein Onlinemagazin [bei manchen kann man auch direkt kommentieren, jawoll!].

    Insgesamt hoffe ich, dass einige ihre Kommentiermentalität überdenken, man darf sich auch mal schöne Dinge sagen - und wenn es zum 20. mal kommt, wird es doch nicht weniger nett oder verliert an Bedeutung, oder?
    Und auch wenn es mal nicht "Zucker in den Popo"-Pusten ist, so what? Wir haben alle eine Meinung und wenn jemanden nicht gefällt, wie der Lippenstift zum Lidschatten kombiniert ist, dann geht die Welt davon auch nicht unter. Man kan ja mal drüber reden.

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    1. genaaau, ich wollte euch alle so beeindrucken, dass ihr Kommentieren MÜSST! ;)
      Danke an dich.

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  2. Du meine Güte, ich kann verstehen, dass du geschwitzt hast, da hast du dir ja echt Mühe bei der Zusammenfassung gegeben und vermutlich auch eine ganze Menge Zeit reingesteckt, toll :)
    Ich habe auch noch länger über deine Diskussion nachgedacht und auch bei meinem Blog mal intensiver darauf geachtet und in jedem Fall über mein Verhalten nachgedacht. Ich selbst freue mich über jeden Kommentar, auch wenn es nur ein "oh schön" ist und wieso sollte ich es dann nicht auch bei anderen so machen, wenn es eben das ist, was mir in dem Moment durch den Kopf geht. Aber manchmal hat man eben doch das Gefühl, als wäre so ein Kommentar nicht wirklich viel wert. Und was bei mir auch wirklich dazu kommt, ist die Zeit. Momentan arbeite ich recht viel und wenn man dann noch privat einiges vor hat, liest man schon gar nicht mehr jeden Beitrag. Das ist echt ein kleiner Zweispalt, weil man ja weiß, wie viel Arbeit so ein Bost bereitet aber manchmal bleibt eben keine Zeit.
    In jedem Fall fand ich deine Diskussion sehr interessant und es ist doch immer wieder schön, andere Meinungen zu lesen und mal über sein eigenens Verhalten nach zu denken :)
    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag

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    1. Das ist ja völlig in Ordnung, es war ja nie eine allgemeine Kritik an Leuten die wenig oder gar nicht kommentieren. Man hat ja immer auch unzähliche stille Leser - das ist völlig in Ordnung.
      Aber es ging ja auch weniger um den Einzelnen, der das mit dem Privatleben wenig verenbaren kann, sondern eher um einen breite Masse an Lesern, die heute anders agiert als früher.

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  3. Wow, da hast du dir wirklich richtig viel Mühe gegeben, danke für die tolle Zusammenfassung!
    Einige Punkte wären mir anfangs selber auch nicht in den Sinn gekommen, wie z.B. das Kommentieren vom Handy aus, was viele als unpraktisch empfinden. Ich selber lese auch regelmäßig am Handy Blogs und kommentiere dennoch. Es dauert zwar länger als am PC, aber zumindest 1-2 Sätze kann man doch da lasen finde.
    Ich selber werde jedenfalls auch weiterhin viel bei den Blogs, denen ich ich folge, kommentieren, weil ich mich umgekehrt genauso über Kommentare meiner Leser freue. Und zum Austausch ist der Blog ja schließlich da, ich finde es jedenfalls schade, wenn er von vielen ähnlich wie ein Online-Magazin behandelt wird.
    Ich wünsche dir noch einen erholsamen Sonntag, lg Lena

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    1. das finde ich super-schön. Du bist ja ohnehin eine sehr fleißige 'Kommentöse' ;)
      Danke dir.

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  4. Tolle Zusammenfassung! Ich denke, aus der Diskussion habe ich für mich mitgenommen, doch einfach öfter mal bewusst zu überlegen, was ich einem Blogger zu seinem Post mitteilen möchte. Und dann auch eben einen Kommentar dazulassen, statt den Post zwar toll zu finden, dem Blogger das aber gar nicht mitzuteilen.

    Schönen Sonntag noch und liebe Grüße
    Nathalie

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  5. Ich denke auch, dass es hauptsächlich daran liegt, dass die Leute nur schnell googlen, und manche auch keine Lust haben, sich für einen Kommentar einzuloggen, sondern nur schnell an eine Information kommen wollten. Was mich selber auch am Kommentieren hindert sind lange Formulareingaben und Sicherheitsabfragen. Da bin ich einfach zu faul zu. Und die Tatsache, dass es soooo extrem viele kleine Beautyblogs gibt, spielt auch eine große Rolle. Fast jedes Mädel hat inzwischen einen. Deshalb habe ich auch lange überlegt, ob ich überhaupt neu anfangen soll, nachdem Blogger meinen Account vor 2 Jahren einfach so gelöscht hat. 400 Leser, und fast 3 Jahre arbeit einfach weg. Sicherung hat nicht funktioniert. Ich hatte keine Lust neu anzufangen, weil ein nicht etablierter Blog dann in der Masse untergeht. Habe aber nun doch wieder einen Blog gestartet, und bin gespannt, wie es sich entwickelt, so als "Wiedereinsteiger". LG

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    1. leider bennennst du das Problem ziemlich genau. Entweder man muss eben ein Profil auswählen bzw. sich irgendwo anmelden oder aber, der Blogger hat ein anderes Kommentarfeld installiert und dafür muss man dann 3 oder 4 Sachen, wie email usw. eingeben.
      Rum wie Num sind beide Sachen nervend und halten gewisse Teile von Lesern vom kommentieren habt.
      Mir ist zumindest noch kein Kommentarfeld bekannt, mitdem man beides umgehen kann. Ich glaube es findet sich ohnehin keine Lsöung, es allen Lesern möglichst bequem zu machen. Man hofft ja schlussendlich nur darauf, dass der Beitrag spannend genug ist, dass der Leser diesen kleinen Umstand vielleicht mal in Kauf nimmt :)

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  6. Du musst ja echt hunderte Kommentare erhalten haben wenn das eine Zusammenfassung war ;)
    Bei mir persönlich ist es so, dass ich manchmal kommentieren möchte, aber mein Laptop möchte nicht und der Kommentar wird nicht veröffentlicht. Wenn ich einen mehrfach geschrieben habe und es nicht funktioniert, hab ich einfach keine Lust mehr und du hast ein Kommentar weniger...
    Ich finde interessant das der Punkt mit den Antworten der einzelnen Blogger genannte wurde, denn es stimmt. Wenn ich eine Frage etc zu einem Produkt habe, dann hätte ich auch gerne eine Antwort. Bekommt man keine fühlt man sich ignoriert und fragt sich warum man eig den Blog liest, wenn einem auf Fragen eh nicht geantwortet wird oder man nicht mal ein Danke für einen Lob, das man ausspricht, bekommt.
    Ein Blogger sollte sich über jeden einzelnen Post freuen und seine Leser ernst nehmen

    Ich finde gut, dass du dir die Kommentare immer durch liest und auch einfach ein "Danke" schreibst.
    Man war das jetzt ein Roman....

    Schönen Sonntag noch
    Anika alias Sidonie

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    1. Nicht ganz 100te, aber doch beeindruckend viele :)
      Ich denke, dass das ein wichtiger Punkt ist, den auch Blogger besser machen können, weshalb er auch nicht ausgelassen werden darf. Man darf die Ursachen eben nicht immer nur woanders suchen.
      Dass mit den Kommentaren kenne ich und das ist absolut verständlich. Ich hatte mir irgendwann mal angewöhnt den fertigen Kommentar vor dem Posten zu markieren und kopieren, so dass ich ihn notfalls einfach wieder einfügen kann, wenn er verschwindet. :) Dann kann man es beliebig oft wieder versuchen und ist nicht einfach nur enttäuscht und frustriert. LG ♥

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  7. Erstmal vielen Dank, dass du dir diese unglaubliche Mühe gegeben hast, dein Post ist so umfangreich, aber dennoch interessant! Es sind viele Ansätze zusammengetragen worden, und wahrscheinlich resultiert das Ausbleiben der Kommentare aus einer Mischung von allen zusammen. Gibt es eine Lösung? Bestimmt nicht. Ich für meinen Teil habe daraus aber gelernt, und nehme mir vor wieder mehr zu kommentieren. Ich freue mich doch auch über jeden Kommentar auf meinem Blog, daher sollte ich auch Anderen vermehrt die Freude machen.
    Liebe Grüße,
    Evelyne

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  8. Ein ganz toller Artikel, liebe Conny. Das hätte vermutlich keiner von uns besser formulieren können...Ich beobachte leider auch immer öfter, dass Blogs, sobald sie zum Beispiel die 100-Leser-Marrke überschritten haben, GAR NICHT MEHR zurückkommentieren und dann denk ich mir immer : kannst dir die Mühe auch sparen...
    Liebe Grüße

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    1. erstaunlich, irgendwie scheinen solche Leute den Gedanken eines Blogs nicht zu verstehe Oô

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  9. Danke für die Arbeit von diesem Post, bei manchen Gründen hatte ich so ein Aha-Erlebnis. Zum Beispiel lese ich auch von unterwegs, kommentiere da aber nie. Aber das es daran liegen könnte, kam mir nicht in den Sinn!
    Ich freu mich immer wenn ich ein Kommentar bekomme, also sollte ich viel öfter auch anderen einfach eine Freude machen <3

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  10. Wow ein riesen Post. Also ich finde,dass Beautyblogs mittlerweile Pilze sind.Es gibt zu viele.Außerdem ist der Mensch faul geworden.Er liest nicht mehr. Das kann ich zu gut bei meinem 12 jährigen Stiefsohn sehen,der noch nie außer in der Schule ein Buch gelesen hat bzw. kaum etwas liest. Die Leute schauen lieber auf YouTube Videos,da die doch menschlicher wirken und die Tipps besser rüber kommen.

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    1. obwohl das glaube ich auch ne Erziehungssache ist. Mein Vater ist ja ne ganz andere Generation und der würde auch nie freiwillig ein Buch anrühren. Ich hingegen lese sehr gern, wie meine Mutter.
      Ich glaube es sind eher solche flüchtigen Onlinemedien die nicht mehr gelesen werden.
      Selbst jene, die kommentieren offenbaren sehr oft, dass sie den eigentlichen Post nicht gelesen haben, indem sie etwas fragen, was längst im Beitrag erwähnt wurde. Das Netz ist einfach so unglaub groß und schnell, wie du ja erwähntest, dass man die Zeit dafür wohl nicht aufbringen mag.

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  11. ich hab diese diskussion gar nicht mitbekommen, aber es ist wirklich interessant, hier die zusammenfassung zu lesen.
    mich persönlich halten zwei dinge besonders vom kommentieren ab...
    1. dass man bei vielen blogs mit einem bestimmten profil eingeloggt sein muss, um kommentieren zu können. klar, ich kann verstehen, dass viele blogger auf die anonym-funktion verzichten, weil dadurch spam und hatern alle türen offen stehen. doch wenn man nicht mit name und url kommentieren kann, schreib ich meistens nichts, auch wenn mir etwas zum thema eingefallen wäre. warum? ich verfolge alle blogs, die ich lese, über bloglovin, auf anderen plattformen bin ich nicht angemeldet. es wäre mir irgendwie zu unübersichtlich, das auf mehrere dienste zu verteilen. was übrigens auch bei gewinnspielen manchmal schade ist, wenn man dem blog zwar folgt, aber nicht über die angeforderte plattform. und mich nur irgendwo anmelden und einloggen, um kommentieren zu können... ich weiß nicht, das klingt vielleicht hart, aber das ist es mir dann auch nicht wert. zumal man oft sowieso keine antwort bekommt, auch wenn man wirklich ausführlich kommentiert oder explizite fragen gestellt hat. das wäre dann auch der 2. grund ;(

    lg*

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    1. Kann ich nachempfinden, wobei das ja auch keine neue Entwicklung ist. Manche Blogger versuchen sich dadurch abzusichern, damit sie keine Dinge an Leute verlosen, die eben nur abgreifen wollen. Ich persönlich finde das albern, aber auch ich nutze Rafflecopter für Gewinnspiele, wo man zwar kein bestimmtes Profil braucht, sich aber dennoch anmelden muss. Wer soetwas gar nicht mag, ist eben eingeschränkt. Die Alternative wäre aber höchstens dass ich alle per Email an soetwas teilnehmen lasse und das ist ab einer bestimmten Masse von followern nicht mehr stämmbar.
      Es ist ziemlich schwierig sich als Blogger von all diesen Vorgaben freizusprechen, um es dem Leser möglichst einfach und angenehm zu gestalten.
      Irgendwo stößt man immer eine vorgeschriebene Grenze.

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    2. ja, das kann ich auch verstehen... man wird als blogger nie alles perfekt abdecken können, irgendwer meckert immer. ich mache jetzt auch nicht unbedingt viele gewinnspiele mit, ich war nur manchmal schon genervt, wenn einem dann ein preis mal wirklich gut gefallen hat und man mitmachen wollte, dass bestimmte plattformen immer dabei sind und andere fast nie. dennoch kann man dieselben blogger per (in dem fall) bloglovin abonnieren, sonst hätte ich sie ja nicht in meiner liste. das erschien mir irgendwie unlogisch, man verfolgt den blog ja genauso sehr wie die follower der anderen dienste. oder kann mans bei bloglovin nicht nachvollziehen, wer dich abonniert hat? ich kenn mich da auch nicht so aus.
      rafflecopter find ich wiederum eine gute lösung, da stört mich das einloggen auch nicht so sehr... das ist ja mehr so eine art "gadget" und fordert nicht viele anmelde-infos. ich mag eher den gedanken nicht, dass ich auf tausend verschiedenen portalen vorhanden bin, in die ich eh nie reinschaue und gar nicht nutze. aber vielleicht ist das auch einfach nur mein persönliches empfinden ;D

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    3. Das ist leider genau das Problem, bzw. sehe ich es nicht als Problem, viele andere Blogger aber vielleicht schon: man kann seine Leser bei bloglovin nicht nachvollziehen. Man sieht eine Zahl, aber keine Personen.
      Bei GFC ist das möglich, weshalb sich viel gern darauf versteifen.
      Ich glaube allerdings auch, dass das eher bei jüngeren Blogs der Fall ist. Viele ältere Blogger wissen wie unsinnig es ist sich auf GFC zu beschränken. Diese Leserzahl entspricht nur einem Bruchteil derjenigen, welche man gesamt hat und ist daher sehr unfair. Nutzt man, wie ich, Rafflecopter hat jeder die Möglichkeit teilzunehmen weshalb ich auch nie wieder zurückkehren würde.
      Aber manch einer muss das sicher erst noch begreifen.

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    4. ah okay, schau, das wusste ich nicht. ich kenne bloglovin nur aus lesersicht und hab mich ehrlich gesagt auch nie sonderlich mit dem "drumherum" befasst. ich bin davon ausgegangen, dass man das nachprüfen kann, weil man dort ja auch nen bestimmten nutzernamen hat, den man bei gewinnspielen angibt. das erklärt dann natürlich alles. danke!

      aber ist das denn so eine bekannte tatsache, dass man bloglovin-leute nicht nachvollziehen kann? (dass ich es nicht wusste, muss nichts heißen ;/ ) also ist da tatsächlich oft schon vorgekommen, dass leute betrügen wollten?
      (sorry, ich nerv dich hier ein bisschen ;D)

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    5. du nervst keineswegs ;)
      also ich glaube nicht dass das unter Lesern groß bekannt ist. Erst recht nicht unter jenen, die bloglovin nicht nutzen. Du willst damit sicher sagen, dass man es doch trotzdem zulassen könnte, weil 90% gar nicht ahnen, dass man ihren bl-account nicht nachvollziehen kann? Könnte man sicherlich, aber ich glaube allein der Gedanke, dass ihre ach so wertvollen Geschenkpakete an jemanden gehen könnten, der gar kein aktiver Leser des Blogs ist, sondern nur für das Gewinnspiel man spontan auf der Seite gelandet ist, ist für viele Blogger untragbar. Sie wollen eben die Kontrolle darüber, nachprüfen zu können, dass die Person auch wirklich irgendwo als follower geschrieben steht.
      Das diese Person sich theoretisch auch mal spontan kurz vorher über GFC anmelden kann und den Blog verfolgt und ihn nach dem Erhalt des Gewinnes wieder entfolgt, scheint keinen zu interessieren.
      Das ist das Lächerliche daran, aber aus vielen Köpfen krieg man das irgendwie nicht raus.

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    6. mich hat jetzt in erster linie interessiert, ob es da tatsächlich schon bekannte fälle gab, wo ein drama durch "bloglovinbetrug" entstand oder so ;) das hätte ja verständlicher gemacht, dass viele blogger da so vorsichtig sind.
      und haha ja, stimmt, im schlimmsten fall könnte man sich wirklich für jedes gewinnspiel extra anmelden. darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht :D
      ich bin jetzt jedenfalls um einiges schlauer, nochmals vielen dank!

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    7. wie sollte man das denn nachprüfen? Wo man die follower bei bloglovin eben nicht einsehen kann ;)
      Man weiß nicht ob einem jemand bei bl folgt oder nicht, selbst wenn er es behauptet.
      Es geht aber gar nicht nur um bloglovin an sich. Das ist nur einer von vielen feedreadern. Man hat viele Wege einem Blog zu verfolgen, die wenigsten davon kann man genau nachvollziehen. Jeder Blogger hat also deutlich mehr regelmäßige Leser, als er irgendwo einsehen könnte. Demnach schließt man nicht nur bloglovin Nutzer bei solchen Aktionen aus, sondern eben noch deutlich mehr Leute.

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  12. Wahnsinn! Echt klasse zusammengefasst. Ich habe den Ursprungs-Beitrag verfolgt, musste aber irgendwann bei der Flut an Kommantaren resignieren. Perfekt also diese Zusammenfassung.
    Was das Thema betrifft, glaube ich, dass das Nutzerverhalten in Form von Feed und Blogs auf dem Handy lesen und per Facebook liken auf dem Vormarsch ist. Wir lesen "nebenbei" und zeigen unsere Zustimmung oder unser Gefallen durch ein "Like". Vielleicht sollte man auf Blogs auch eine "Like-Funktion" einführen um mehr Feedback zu bekommen?
    Selbst meine Freundinnen, die meinen Blog lesen, gestehen mir, dass sie nicht kommentieren oder gar liken.
    Alles in Allem hast du hier eine tolle Recherche angestellt und gezeigt, dass die Leser schon noch kommentier-willig sind, wenn sie sich direkt angesprochen fühlen und das Thema auch emotionaler ist.
    Vielen Dank für Deine Mühe <3

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    1. das hatte ich vor kurzem überlegt und mich mit shelynx auseinadergesetz, die so ein gadget mal installiert hat, aber sie hat mir etwas genannt, was ich vorher nicht bedacht hatte, nämlich dass die Leute dann häufig gar nicht den Beitrag an sich bewerten, sondern eben die Produkte die man bisweilen vorstellt.
      Schreibt man also einen kritischen Bericht zu einem Artikel, kriegt man eventuelle mehr dislikes, weil
      Das ist irgendwie nicht Sinn der Sache. Außerdem möchte ich meine Kommentare gar nicht gegen Likes austauschen bzw. will damit sagen, dass ich Sorge hätte, dass so ein feature den Lesern eine Ausrede gibt noch weniger zu kommentieren, da sie ja nur noch nen Button klicken müssen, um eine Meinung dazulassen :/
      Danke dir

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  13. Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich einen festen Kern an Blogs habe, bei denen ich auch versuche, häufig einen Kommentar da zulassen und dann eben "andere Blogs", bei denen je nach Gusto spontan entschieden wird, ob ich kommentiere, ein Herzchen bei Bloglovin' da lasse oder einfach weiter gehe.
    Über manche Blogbeiträge stolpere ich zuerst bei Twitter und lasse vielleicht dort meinen Senf. Den Anderen sehe ich bei Instagram, Facebook und co.

    Ich denke, dass es eine Mischung aus allem ist. Wir werden fauler, haben mehr zu lesen, lesen in und auf unterschiedlichen Medien. Dies alles hat Einfluss auf unser Kommentarverhalten.

    ♡ Mel xoxo

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    1. ich finde das gar nicht schlimm. Meine Intension war nicht, jedem hier sein Kommentarverhalten vorzuwerfen :)
      Das kann jeder tun wie er will. Es ging eher um die Ursachenforschung, was sich so in den letzten Jahren verändert hat. Kommentiert der Leser heute anders als früher?
      Darüberhinaus finde ich es gar nicht schlimm, wenn man häufig keine Zeit zum Kommentieren findet oder, wie bei dir, einfach weitestgehend bei bestimmten Blogs etwas dalässt.
      Das ist ja einfach ne persönliche Präferenz und nicht verwerflich :)
      LG

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  14. Ohh du hast meinen Kommentar erwähnt ;) hätte ich nie erwartet :D ich habe deinen wahrscheinlich längsten Beitrag natürlich durchgelesen, mit sehr großer Interesse. Weil man ja wissen möchte, warum und wie das bloß dazu kam. Man kann einige ja auch irgendwie verstehen wie das mobile kommentieren, die Likes & Herzen, die zu viele ähnliche Blogpost und die "Standartsätze" Ich finde es deswegen sehr super, dass du dann sowas zusammenfasst. Mal sehen und hoffen, dass es die anderen etwas beeinflusst doch wieder zu kommentieren ;)
    Danke für deine unendliche Mühe

    LG Lina

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  15. Danke für deine Zusammenfassung und aufschlussreiche Analyse, das ist wirklich sehr hilfreich! Zum einen bin ich so etwas beruhigt, dass es offenbar nicht nur auf meinem Blog im Kommentarbereich ruhiger geworden ist, zum anderen nehme ich für mein Bloggerverhalten nützliche Hinweise mit. So werde ich mich von jetzt an bemühen auf wirklich jeden Kommentar zu reagieren, auch wenn er keine Frage beinhaltet, sodass sich Kommentatoren gewertschätzt fühlen. Außerdem werde ich selbst fleißiger kommentieren; was ich mir an aufmerksamen Worten wünsche, haben andere Blogger schließlich im gleichen Maße verdient!

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  16. Wahnsinn der Bericht und dazu ein echt interessantes Thema o.o Hasii du hast dich selbst übertroffen mit dem Post (: !!
    Mir ist das die letzten Monate aufgefallen das weniger Kommentare kamen..zuerst habe ich vermutet es hing daran dass ich wegen der Schule nicht all so viel Posten konnte wie früher..O.o Ich bin erstaunt das es vielen Bloggern unter uns so ergeht ?! ):
    Ich mag ja Kommentare die ehrlich sind & auch wenn Kritik dabei ist oder Verbesserungsvorschläge ( man ist kein Weltmeister ^^ )
    Was mich allerdings traurig macht ist, wenn jemand neues einen Verfolgt und diese Person auf seinen Blog aufmerksam macht & wenn man den interessant findet oder sogar verfolgt das genau Dann keine Kommentare von der anderen Seite mehr kommt.. Da ist meine frage..Warum ?! ):
    Naja...Sein wir mal ehrlich jeder von uns freut sich über jedes einzelne Kommentar zu dem was wir gemacht haben (: oder nicht ?! ^^**

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  17. Danke für deine Zusammenfassung. Ich denke, dass von allem ein bisschen mit reinspielt. Ich persönlich habe bis zu deinem Bericht Blogs übers Smartphone nicht gelesen. Dann wollte ich es ausprobieren. Und auf meinem Samsung Galaxy S4 mit Google Chrome geht das spitze. Sogar das Kommentieren ist genauso leicht wie am PC. Die Erkenntnis fand ich total spannend :)

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  18. Tolle Zusammenfassung! Und überhaupt tolles Thema.....vielleicht regen ja auch gerade so Metathemen zu mehr Kommentaren an, weil es sowas nicht überall gibt....also vielleicht eine Idee für eine Themenreihe ? Ab und an Inhalte bieten, die einzigartig sind ?

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    1. joah sicher, das war schon immer so, aber darum gings mir gar nicht :)
      Es geht weniger darum, möglichst viele Kommentare abzugreifen, sondern nur um die Ursachenforschung.
      Was hat sich im Vergleich zu früher verändert, wenn es eben nicht nur meinen, sondern sehr viele Blogs betrifft.
      Ich würde meine Inhalte nicht verbiegen wollen, nur damit sie polarisieren.
      Und wenn man regelmäßig Diskussionen gestalten würde, wäre das wiederum ja auch bald nichts besonderes mehr :)
      Ein bisschen Abwechslung ist aber natürlich wichtig und erstrebenswert. Häufig fehlen mir aber die Ideen dafür.

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  19. Boah...du hast dir ja echt viel viel Mühe gegeben deine kleine "Marktforschung" für uns zusammen zufassen. Sehr interessant was da so rum kommt und wo man auch selber nicht so offensichtlich dran denkt, aber irgendwie die Antworten schon plausibel in den Raum hängen. Ich gebe auch zu, dass solche Themen sehr wohl abwechslungreich sind und es wirklich auch Spaß macht darüber zu diskutieren und zu erfahren was andere über so ein Thema denken.

    War eine tolle Idee von dir, da mal nachzuhacken ;o)

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  20. So, jetzt hatte ich endlich mal die Ruhe, um Deinen "Monster"-Post zu lesen ;) Danke Dir auch hier noch mal für die Mühe, die Du Dir damit gemacht hast!
    Ich hab ja im Diskussionspost alle Kommentare mitgelesen (und auch wild kommentiert) und fand es dennoch sehr spannend, alles noch mal "kurz und knackig" in der Übersicht zu bekommen.
    Was hab ich für mich aus der Diskussion mitgenommen? Ich bemühe mich, schon seit dem Post, mehr zu kommentieren. Einfach, weil ich mir denke: Wie kann ich erwarten, dass andere bei mir mehr kommentieren, wenn ich es selbst nicht tue?
    Zum anderen bemühe ich mich jetzt mehr, auch auf "Sieht klasse aus"-Kommentare zu antworten, und wenn es nur ein "Danke" ist. Dabei ist mir dann auch egal, ob der Kommentarverfasser den Post noch mal anschaut und meine Antwort liest, oder nicht. Mehr Feedback und so :D
    Leider ist es mir zwischenzeitlich erneut passiert, dass auf einem größeren Blog auf einen Kommentar von mir nicht reagiert wurde, obwohl ich eine sehr eindeutige Frage zum vorgestellten Produkt gestellt hatte. :/ Das macht mich einfach traurig, denn a) fehlen mir dann Informationen, die ich zum Produkt noch wichtig fand und b) hab ich das Gefühl, dass mein Kommentar schlichtweg nicht gelesen wurde.
    Nichtdestotrotz lass ich mich weder als Bloggerin noch als Kommentatorin beirren. ^^ Danke, dass Du mir durch die Diskussion ein bisschen die Augen geöffnet hast!
    LG
    Nyxx

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    1. ist mir zuletzt auch passiert. Auf einem durschnittlich bekannten Blog, den ich eigentlich recht mag. Auf jeden Fall war das sogar eine recht wichtige Frage, vielleicht auch für andere. Warum geht man auf sowas nicht ein?
      Ich verstehe nicht ganz, was Leute in ihrem Blog sehen, die nicht einmal Fragen beantworten? Dann soll man die Kommentarfuntkion doch bitte ausstellen.
      Ich werde zukünftig vielleicht immer ein "bitte um Antwort" oder so etwas dranhängen. Vielleicht fällt es Bloggern leichter, wenn man sie direkt auffordert, aber ein wenig albern ist es schon o.ô
      Danke dir ♥

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    2. Ja, vielleicht muß man da etwas auffordernder formulieren... Ich find's auch ein wenig albern, aber vielleicht wird der Kommentar dann eher auch beantwortet, und nicht einfach nur überflogen.

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  21. Auch wenn hier jetzt schon 100 Kommentare stehen, sage ich trotzdem was dazu ;)
    (spaß beiseite...)
    Wirklich ein guter Post, danke dass du dir die Mühe gemacht hast, dieses Monster voller Einschätzungen und Meinungen zusammenzufassen.

    Ich als ebenfalls Blogger frage mich auch schon seit einer ganzen Weile, was bloß passiert ist. Viele "Stamm-Leser" geben keinen Mucks mehr von sich, egal wie gut oder schlecht mein Post ist. Besonders bei aufwendigen Projekten (in meiner Schiene des Kreativen/DIYs geht man eben nicht "Mal eben zu dm" und postet einen Haul. (Keine Kritik an allen Beauties übrigens! Absolut nicht!)
    Gerade wenn Projekte eine lange Vorlaufzeit haben, man sich viel Mühe gibt alles richtig in Szene zu setzen, die richtigen und verständlichen Worte für Post und Anleitung sucht und dann am Ende zwar hohe Klickzahlen bei dem jeweiligen Beitrag vorfindet, aber mit Glück nur 2 mickrige Kommentare, dann fragt man sich sehr wohl nach dem Warum.
    Gerade wenn man sich auch wirklich die Mühe gibt, Mailfragen aufzugreifen und für alle zu beantworten oder Kommentar-Fragen schnellstmöglich beantwortet und trotzdem einfach wenig bis gar kein Feedback bekommt, frustriert das.
    Ich bin ganz ehrlich und merke auch, dass solch ein Verhalten meiner Leser sich auf mein Blogger.Verhalten auswirkt. In dem Sinne, dass die Motivation einfach leidet, sich wieder einem Projekt zu widmen, dass mehrere Tage meine Abende frisst. Manchmal frage ich mich sehr wohl, ob ich die Zeit nicht besser nutzen sollte.

    Auf der anderen Seite bin ich dann aber auch kein Stück besser und unterschreibe einige der von dir aufgeführten Punkte. Oft lese ich nur ein paar meiner abonnierten Blogs wirklich, zum 100. Mal "Tolles AMU" zu schreiben, macht mir dann auch keinen Spaß, aber ganz gleich wieviel Mühe sie die Beauty-Bloggerin beim Schminken und Fotografieren gegeben hat, das AMU ist dann halt "nett", aber besonders viele Ansatzpunkte, um ausgefallene/ausführliche Kommentare zu schreiben, finde ich dann auch nicht. Mich in die Masse der "ui toll!"- Kommentatoren einzureihen ist mir dann oft "unangenehm".
    Wahrscheinlich ist das falsch und auch der große Blogger freut sich noch über kleine lobende Worte.

    Es ist schade, dass sich die Blogszene so entwickelt hat und immer mehr bloß "konsumiert" wird, der Blog als Dienstleistung empfunden wird, die man nutzt und das wars.
    Ich denke zwar, dass die Beauties häufiger noch davon betroffen sind, als DIY-Blogs wie ich, aber das Phänomen macht ja irgendwie dann doch vor niemandem halt.

    Ich danke dir auf jeden Fall für diesen Post, denn irgendwie öffnet er mir als "Leser" auch wieder ein Stück weit die Augen und erinnert mich daran, andere ein wenig mehr so zu behandeln, wie ich auch behandelt werden möchte und im Ergebnis ein paar Kommentare mehr zu hinterlassen, auch wenn es nur 3 liebe anerkennende Worte sind. Denn letztlich würde ich mich über diese ja auch freuen.

    Liebe Grüße

    EsKa

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    1. danke für dein ausführliches statement :)
      Ich habe jetzt mal bei dir reingeschaut und bin tatsächlich etwas irritiert, dass du so wenig Rückmeldung erhälst, bei einer doch ansehnlichen Leserzahl. Das ist wenig verständlich und natürlich ärgerlich.
      Ich wünsche dir weiterhin Spaß am Bloggen auch wenn die Leser sich so schwer tun.
      LG

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  22. Ich bin eine dieser oft stillen Leserinnen, möchte hierzu jetzt doch auch noch etwas sagen.
    Mir war bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass die Kommentare den Bloggerinnen so wichtig sind. Das ist vielleicht naiv, aber ich habe dann immer gedacht: Jetzt gebe ich meinen Senf nicht auch noch dazu...die Bloggerin hat ja immer auch Aufwand mit lesen, freischalten, etc.
    Irgendwie halte ich meinen Beitrag oftmals für nicht so wichtig, obwohl ich viele Blogs regelmässig und mit Freude lese!
    Und ich gebe zu, ich kommentiere auch meist anonym, auf jeden Fall nicht mit einem Profil von z.B. Facebook, weil ich versuche, die Informationen, die im Internet über mich gefunden werden, möglichst zu kontrollieren (obwohl das nicht möglich ist, das ist mir auch klar, aber so weit es halt geht). Und da fällt mir auch auf, dass einige Blogs gar nicht die Option anbieten, anonym zu kommentieren und andere mögen es einfach nicht so gerne.
    Ich habe aber nun schon in einigen Posts mitbekommen, dass die Bloggerinnen auf weniger werdende Kommentare hinweisen und dass sie sehr wohl jeden einzelnen Kommentar schätzen. Ich versuche deshalb auch öfter zu kommentieren, muss aber wirklich gestehen, dass es mir nicht immer leicht fällt, so "öffentlich" meine Meinung abzugeben. Ich kann selbst nicht genau sagen, woran das liegt. Wohl einfach, weil ich die Bloggerinnen, die ich verfolge, als sehr kompetent wahrnehme und dann denke, dass ich als viel weniger erfahrene "Schminkerin" (ich verfolge vor allem Beautyblogs) nicht über ihre Werke urteilen möchte.
    Und wie schon mehrfach erwähnt, dann einfach "schön" zu schreiben, finde ich schlichtweg auch oft nicht angebracht, weil es die Leistung oder den Aufwand dahinter meiner Meinung nach nicht angemessen wertschätzt.

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  23. (Teil 1)

    Ich finde es gut, dass du dieses Thema in deinem Blog aufgegriffen hast. Vielleicht kann ich ja etwas zur Klärung der aufgeworfenen Frage beitragen.

    Das sind für mich (55 J., jung geblieben und bis vor kurzem selbst Bloggerin) die Gründe, warum ich immer seltener einen Kommentar hinterlasse:


    >>> TECHNIK
    Wie greife ich auf einen Blog zu?
    Früher mehr über den (noch nicht in jedem Haushalt vorhandenen) PC, gemütlich mit einer Tasse Kaffee daneben. Geschrieben wurde bequem über die 'große' Tastatur.
    Heute vermehrt via Smartphone, Phablet, Tablet, Notebook, Laptop, teilweise von unterwegs, teilweise mit schlechtem Netz. Beides kontraproduktiv in Bezug auf Lesen und Kommentieren.
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    >>> TECHNIK
    Bleiben wir dabei: Wie stellt sich der Blog auf einem Smartie dar?
    Ist der betreffende Blog nicht mit einem sog. responsive Design 'gesegnet', sondern muss ich Zeilen, die sich nicht an der Displaygröße umbrechen, von links nach rechts scrollen oder wegen zu kleiner Schrift zoomen, oder kommen mir ständig Werbe-Popups dazwischen, hat er schon verloren. Weg damit.
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    >>> TECHNIK
    Account erforderlich?
    Die Thematik des "ohne angemeldet zu sein kann nicht kommentiert werden" hat Glasmurmelchen genau auf den Punkt gebracht. Genauso geht es mir. Schon oft wollte ich etwas kommentieren, mußte aber feststellen, dass ohne irgendeinen aberwitzigen Social Media- oder sonstwas-Account nix ging. Also hab ich's bleiben lassen, weil mir das einfach zu neugierig und zu umständlich ist.
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    >>> INHALT
    Feedback der Blogger auf Kommentare?
    Dann sind da noch die Blogs, wo sich die Bloggerin nicht mal im Ansatz die Mühe macht, auf Kommentare zu antworten, sondern als reine Selbstdarstellerin agiert. Beantwortet werden, wenn überhaupt, nur Kommentare von anderen Bloggerinnen, nicht aber solche von "normalen" Menschen. Warum sollte ich da kommentieren oder eine Frage stellen wollen? Interessiert die "Künstlerin" sowieso nicht. Habe ich einmal System dahinter erkannt, fliegen solche Blogs bei mir nach kürzester Zeit wieder raus aus den Bookmarks.
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    ...Fortsetzung in Teil 2...

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  24. (Teil 2)

    >>> INHALT
    "WOW, heute wieder ein tolles AMU für meine Lieben!" (... übrigens das gefühlte 2.537ste...) - An einem immer wichtiger werdenden Teil der Leser(innen) schlicht vorbeigebloggt?
    Man muss anmerken, dass der Großteil der Bloggerinnen solcher Beauty Blogs Welpenschutz hat, denn die meisten haben die 30 noch (lange) nicht überschritten ;-)
    Die wenigsten dieser Bloggerinnen kommen auf die Idee, dass in den letzten Jahren (durch den mittlerweile flächendeckenden Einsatz unterschiedlichster elektronischer Medien) vermehrt auch die ältere Generation im Netz unterwegs ist. Also Frauen über 40. Frauen mit Geld. Auch diese Frauen stolpern auf der Suche nach einem Produkt via Google irgendwann über diese Beauty Blogs.

    Und dann? "Frau" sieht eine Bloggerin, der Schule gerade entwachsen, straffe klare Haut, faltenlos, ohne Pigmentflecken, keine Schlupflider - und bekommt auf dieser Grundlage eine Foundation oder ein AMU präsentiert. Boajeij! Sie soll sich doch bitte unbedingt die Foundation ABC aus diesem oder jenem Drogeriemarkt kaufen, die läge auf der Haut der Bloggerin "wie ein Traum" und dazu ganz viel Schimmer-AMU auf die Augen!

    Mensch Mädels! Zum einen holen sich Frauen über 40 ihr MakeUp nicht mehr (so oft) im Drogeriemarkt, sondern überwiegend im (teuren) im Fachgeschäft mit persönlicher Beratung, denn sie haben sowohl das nötige Kleingeld als auch das Selbstbewußtsein dafür. Zum anderen sind bei reifen Frauen völlig andere Voraussetzungen zu beachten, wenn es um MakeUp geht. Nichtsdestotrotz (oder gerade deswegen) interessieren sich auch Frauen über 40 für gute MakeUp-Tips!

    Sicher, man könnte nun argumentieren "soll diese Frau doch bei älteren Bloggerinnen vorbeischauen, meine Posts richten sich an die Jugend". Das wäre aber, mit Verlaub, sehr kurzsichtig gedacht. Und obendrein gibt es nur sehr wenige gute Bloggerinnen, die sich an ein älteres Klientel wenden.

    Ist schon mal eine Bloggerin auf die Idee gekommen, neue Produkte oder Schminktechniken an ihrer Mutter, ihrer Tante oder der Freundin ihrer Mutter auszuprobieren, vorzustellen und ehrlich zu bewerten? Nein. Und genau DAS fehlt zwischen den unzähligen Teenie Beauty Blogs. Bei den paar "jungen" Blogs, die ich gebookmarkt habe, warte ich ja ständig darauf, genau so einen Artikel mal vor die Augen zu bekommen - bislang leider vergeblich.
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    >>> INHALT
    Wollt ihr sehen, was mir heute wieder Tolles zugeschickt worden ist?
    Und dann wären da noch die Blogs, die zum überwiegenden Teil nur gesponserte Kosmetik-Produkte "abarbeiten".Teilweise inhaltlich sogar von anderen Blogs Wort für Wort übernommen, teilweise (fast) völlig auf den Werbetext der jeweiligen Firma reduziert - vielleicht noch die Inhaltsstoffe rauskopiert und fertig. Reine PR für die Firma, die den Artikel gesponsert hat. Auch sowas kommt nicht gut, jedenfalls nicht bei mir.
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    Ein Schelm übrigens, wer auf den Gedanken kommt, manche Blogger(innen) machen nur deswegen einen Beauty Blog auf, um eben genau davon profitieren zu können - nämlich um in den Genuss kostenloser Kosmetikartikel zu kommen.

    Vielleicht sollte ich ja einen "100 PS und mehr"-Blog rund um Luxus-Autos eröffnen... wer weiß, vielleicht stehen dann auch eines Tages "Gratisproben" vor meiner Tür? ;-)

    LG Tina

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    1. Grandioser Kommentar! :)

      Die angesprochenen Punkte geben mir zu denken, besonders der "Teenie"-Faktor [zu denen ich ja -zum Glück?- auch nicht mehr gehöre], die Idee einer "Bloggerin & Mutter"-Reihe gefällt mir besonders. Denn so hier öffentlich unter uns: Wie ist es denn mit uns, wenn es nicht mehr so aussieht wie in der Werbung? [Als ob es das jemals getan hätte...] Ich habe auch das Gefühl, dass man sehr schnell in einem "Kreis" aus ähnlichen Bloggern landet, dabei würde mich zum Beispiel "ältere" Bloggerinnen auch sehr interessieren [Das klingt jetzt aber so was von beknackt..] mit Tipps zum "Leben", jenseits von Produktgeschenken und Lobheischerei.

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    2. Ach, jetzt hatte ich es ganz vergessen: Lust auf einen 100PS-Blog? :D

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  25. Mrs Petruschka wird übrigens die Anti-Aging-Sektion übernehmen, da bin ich schon sehr gespannt...

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  26. So jetzt komme ich auch endlich dazu noch mal etwas hierzu zu schreiben. Ich finde das ein sehr spannendes Thema was du da rausgesucht und "bearbeitet" hast. Ich als kleiner Blog kriege ja für mich gefühlt sehr wenige Kommentare, das kann natürlich an den wenigen "Stammlesern" liegen, ich habe mich aber auch schon oft gefragt ob ich beim Schreiben irgendwas falsch mache / ungünstig formuliere etc. Vielleicht mache ich mich da aber auch einfach verrückt.
    Auf ein paar Dinge wäre ich als Ursache gar nicht gekommen. Zum Beispiel: Beiträge über Handy lesen und dann funkt das kommentieren nicht. Dabei ging mir das selbst schon öfters so. Ich wollte kommentieren aber es geht auf der Website dann nicht, ich kann mich nicht einloggen, oder ich will sehr viel schreiben und haben a) entweder keine Zeit oder b) will mehr als einen Satz schreiben und hab dann keinen nerv das am Handy zu tippen. Auch der Ansatz bzgl Social Media ist spannend. Ich bin ja mit meinem Blog aktuell nicht auf FB vertreten höre aber immer wieder dass von dort viele Leser und viel Feedback kommt. Auch über andere Plattformen wie My Style Hit finde ich spannend, aber mir fehlt schlicht und ergreifend die Zeit so einen Account zu pflegen. Und dann macht es denke ich wenig Sinn. Wie gesagt ein spannendes Thema, vielen Dank fürs Aufgreifen.

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    1. Vielen Dank auch an dich :)
      Freue mich sehr, dass sie Resonanz so toll ist.

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  27. Ich hoffe, du liest meinen Kommentar noch, der Beitrag ist ja schon älter ;) Ich habe vor 2,5 Jahren mit dem Bloggen angefangen, damals habe ich Blogs wirklich nur unter dem Aspekt der Informationsbeschaffung gelesen (lohnt sich ein Produkt, wie schminkt man was am besten...) - und habe erst schnell wieder aufgegeben, weil ich gefrustet von der geringen Resonanz war - ich wollte einen Erfahrungsaustausch, und genau den bekam ich nicht, deswegen ist mein erster Blog auch geschlossen. Kurioserweise bekomme ich momentan viel Feedback über "Likes" bei Wordpress, weniger über Kommentare - vielleicht, weil ein Mausklick schneller geht, als ein Kommentar. Es ist auch nicht jeder Blogleser daran interessiert, seine Meinung öffentlich kundzutun. Meine beste Freundin schreibt mir zB immer über Facebook oder WhatsApp, wie sie einen Beitrag fand. Was noch interessant ist: Dinge, die nichts mit Beauty zu tun haben (zb aktuell meine Fotos aus London) bringen mehr Resonanz - auf einem Blog, der sich hauptsächlich mit Schminke beschäftigt?! Ich merke auch, dass ich selbst nach einem Jahr mit meinem Blog nicht viele regelmäßige Leser habe. In der Statistik sehe ich, dass viele die Posts wirklich nach Informationsbeschaffung googeln... dabei bin ich nicht daran interessiert, nur über aktuelle Produkte zu schreiben, ich jage kaum LE's, man muss sich ja differenzieren, wenn schon 50 Blogger von einer Firma mit PR-Samples gelockt werden.
    Was die Verlagerung auf andere Plattformen betrifft: ich traue mich nicht, eine FB-Page zu veröffentlichen. Da ich (Welpenstatus ;D) mit meinen 21 Jahren seit 6 Jahren in mehreren Redaktionen tätig bin und auf Festivals fotografiere, wo ich IMMER die jüngste im Graben bin, sind viele neidisch auf mich und trauen mir wenig zu, was mich sehr trifft. Wenn ich jetzt noch eine Facebok Page hätte, wäre eine negative Aufmerksamkeit vorprogrammiert. Übrigens kommentiere ich auch selten mit dem Handy. Ich vertippe mich da so oft, dass es am Ende nach LRS aussieht, was wenig seriös wirkt ;) Ich finde, es ist ein schwieriges Thema, es ist mutig, dass du es ansprichst. Die Reaktionen zeigen ja, dass viele so denken. Liebe Grüße und bleib dran an dem Thema!

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  28. Ah, was mir noch einfällt: erstaunlicherweise bekomme ich auf kritische Posts (wie steht der Konsument eigentlich zu Umverpackungen, aus ökologischer Sicht?) oder einen halben Wahlaufruf (Thema Parteien und Tierrechte - Tierversuche etc.) keine Reaktion. Das gibt mir zu denken - sind die meisten schon so weit im Konsumsumpf verfangen, dass das eigene Verhalten gar nicht reflektiert betrachtet wird? Dass man auch eine STIMME hat, als Verbraucher? Das fehlt mir auf vielen Blogs, es ist wirklich ein stumpfes runterschreiben. Firmen wie Lush, die eine ETHIK haben, sind kaum vertreten, bzw. werden auch nur als "Lifestyle" wahrgenommen, ohne dass der Hintergrund eine Rolle spielt. Das finde ich extrem bedenklich und auch schade.

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    1. Aber sicher, ich lese alles :)
      Danke für deine tollen Erfahrungen.
      Ich denke das bestätigt auch viele unserer Zusammentragungen.

      Zu deinem letzten Punkt:
      Das ist eine interessante Frage. Ich weiß nicht wie regelmäßig du dich auf deinem Blog mit so etwas beschäftigst, aber ich glaube dass es allemal schwerig ist einen Blick unter die schönen Fasaden zu werfen, auch wenn ich es bewundere. Solche Blogs sind fast zu selten.
      Die meisten Beautyblogger handhaben es ähnlich wie ich, schreiben halt mehr oder minder oberflächlich über Kosmetik und hinterfragen Verpackungen und Inhaltsstoffe oder Herkunft eher selten, weil sie ihre Aufgabe nicht in der Aufklärung sehen. Es ist halt ein buntes, fröhliches Hobby, welches man genießt.
      Daher glaube ich schon, dass es Blogs schwerer haben, welche die Maschinerie hinter der Kosmetik hinterfragen.
      Der Leser muss Selbstkritik üben, wenn er sich mit solchen Beiträgen auseinandersetzt.

      Dann ist es plötzlich nicht mehr nur ein alltägliches Hobby, sondern eine Einstellungssache.
      Wie ökologisch und bewusst konsumiere ich Kosmetik und ist es falsch, einfach zu konsumieren, was einem gefällt oder MUSS man als Verbraucher eine Stellung beziehen?
      Ich bin ja auch niemand der bewusst einkauft, weshalb ich nachvolziehen kann, dass es einem großen Prozentsatz der Leser schwer fällt, den eigenen, oberflächlichen Kosmetikgebrauch zu refelektieren.
      LG

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  29. Sehr spannend, vielen Dank für den Link! :)

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Jedes Kommentar ist wichtig für mich - Lob ebenso wie Kritik. Vergesst aber bitte nicht, dass beides freundlich formuliert werden kann und sollte.

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